185 | Winter

Der Winter hat den strahlenden Glanz
der Sommertage verschlungen.
Mit ihm sind auch
die bunten Blumenrabatten verschwunden.

Zu Grau gefroren ist der Himmel
über dem See.
Wir warten daraus auf das Fallen
kristallenen Schnees.

Das Gelb des Oktoberlaubs
ist zu Boden gesunken.
Schwarz ragt hinauf das Astwerk
der Strassenlinden.

Im Dezember wird man wieder
duftende Nadelzweige
zu Kränzen binden.
Bratäpfel werden mürbe
Erinnerungen bringen.

Matt und gemessen
schlägt tief unter Wurzeln
sein kaltes Herz.
In die dunklen Tage
webt er Sehnsucht und Schmerz.

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