171 | Umarmt

Sind zerstäubt vom grauen Herbstdämmerlicht.
Haben wenig Hoffnung und Zukunftszuversicht.
Umarmen uns selbst und warten schlicht,
dass die Tage wieder heller sind und es Frühling ist.

Fröstelnd ziehen sich schmerzende Schultern zusammen.
Die freundlichen Spätsommertage sind vergangen.
Der Himmel finster und wolkenverhangen,
schlummert in uns ein sachtes Verlangen.

Die Blätter fallen im zugigen Wind.
Wir krängen auf der Strasse,
weil wir von ihm angeblasen sind.
Vor uns mit dampfendem Tee die Tasse,
versinken wir im Blues der dunstigen Tage.

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