166 | Dunkelheit

Eingesponnen in den nachtblauen Kokon der Dunkelheit
träumen wir den wärmenden Strahlen der Frühlingstage entgegen.
Schemen des Glücks in den Erinnerungen an die Vergangenheit
lassen uns die kalte Finsternis winterlicher Einsamkeit überleben.

Ob alt, ob jung, tauchen wir mit unseren Gesichtern
in kühle Spiegelseen ein und waschen unsere Häupter mit blanken Versen.
Frostig steht über uns am Himmel die Milchstrasse mit ihren stumpfen Lichtern.
Hohl und ängstlich schlagen in unserer Brust die schmerzenden Herzen.

Morgens gleiten wir in die fahlen Tage
und sinkt früh am Nachmittag die Dämmerung,
taumeln wir wieder in die nächste, endlose
Düsternis eines langen Abends.

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