162 | Kaleidoskop

Als sei’s ein Kaleidoskop gleiten Lichter und Schatten
des brummenden Verkehrs auf der Strasse
im Dunkeln über Zimmerdecke und Wände.

Der farbige Schein der Ampel
läßt sie kurz innehalten,
dann huschen sie weiter.

Eine Choreografie aus Licht.
Ein Tanz der Schatten der Blätter und des Geästs
der Weidenbüsche vor dem Haus.

Innehalten und weitergleiten,
ineinanderschieben und verschwinden,
anschwellen – abebben – rauschen.

Anrennen gegen die Dunkelheit.
Anmalen der Einsamkeit.
Ballett der Geschäftigkeit.

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