148 | Kupfer

Kupferrot, wie das anstehende Herbstlaub,
flammt Dein Haar.
Blau glänzt Dein Auge, das mich anstrahlt.
Verfroren betastest Du schüchtern
die Manschette Deines Hemdes,
wie ein nacktes Küken ohne Flaum.

Ich möchte Dich schützen,
– ein Nest um Dich bauen,
– Dich bergen und hegen,
– Deine kalten Finger auftauen,
– ein wärmender Mantel Dir sein.

Ich streich‘ mit den Augen
entlang Deines Gesichts.
Gebe zurück
Deinen zärtlichen Blick.
Ich greife Deine Hand
und merke, dass es piekst,
halte trotzdem still,
bis Du losläßt,
weil ich Dir ein Anker
im Sturmwind sein will.

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