145 | Bitte

Liebster – laß uns bitte noch etwas träumen,
noch ein wenig voranstürmende Zeit versäumen.
Liebster – fisch‘ mir eben jenen Grashalm aus meinem Haar
und streich‘ mit Deinen Fingerspitzen
über die Muschel meines linken Ohrs.

Noch einmal, Liebster,
küss‘ mich mit Deinen samtweichen Lippen.
Laß‘ mich nochmal von Deinem Brunnenmund trinken.
Laß‘ mein Auge erneut tief in Deinem Blick versinken.

Noch einmal möchte ich bei Dir Atem schöpfen
– Deine Milchhaut mit Küssen bedecken
– dem Salz darauf mit meiner Zunge nachschmecken
– mich zu Dir in den warmen Sand legen
– mich sanft im Tanz mit Dir wiegen.

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