144 | August

Träg und zäh bläst der August
seinen heissen Atem als staubige Wand
heran. Glühend die Bank
aus anthrazitfarbenem Granit.

Herabgedrückt von der Wärme
das halbgeschlossene Augenlid.
Tröpfchen Schweisses, der perlend
auf der Stirn liegt.

Zunge, die durstig am Gaumen klebt.
Gebeugt unter der Last
die Schulter, die die Hitze trägt.
Brennend vom Salz die bewimperten Augenränder.

Lau die Nacht.
Wecker – halb acht.
Schattig die Sehnsucht unter der Erle am See.
Gewitterwolken, die am milchigen Himmel aufziehn.

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