140 | Staubkörner

Wie Staubkörnchen wirbeln wir in der Luft
– mäandern driftend in ihrem Strom.
Unsere Tage haben kein Gewicht.
Wir treiben um einander herum.

Golden erstrahlen wir im Gegenlicht.
Ein Luftzug reisst uns in die Höhe.
Wir sinken langsam herab,
als seien wir Winters Schnee.

Auf blankem Spiegel ein Sediment,
gefallen aus leichterer Dimension,
verdecken wir das Leuchten der Reflexion
und machen das Blanke stumpf.

141 | Rosenblütenblatt

Seidensamtig kräuselt sich ein rosenes Blütenblatt
im frischen, fruchtigen Strom seines Dufts.
Ein zarter Hauch durchzieht die Luft.
Es öffnet sich Herz und Geist.

Verliebt fliessen Gefühle.
Süß betören Aromen
Nase und Gaumen.
Flammend leuchtet das Blatt.

Erfreut müde Lider.
Kühlt brennende Augen.
Klärt stickige Atmosphäre.
Erfreut erschöpfte Gemüter.

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