138 | Im Alleinsein daheim

Ich blicke Dir in Dein liebes, schmales Gesicht,
doch überbrücke ich das Schweigen nicht.
Zu einem Scherz fehlt mir das Geschick
– aus Angst, ich erreichte Dein Herz nicht
und rührte an Deinem Schmerz.

Ich möchte Dir eine Freundin sein,
doch wir schliessen uns in unsere Kammern ein.
– Sind im Alleinsein
mehr daheim.

Ich habe Angst, mir zerinnt die Zeit
und hetze durch den Moment.
Es fehlt mir an Gelassenheit,
habe für das Erzeugen von Ewigkeit
und Zuversicht keine Übung und kein Talent.

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