121 | Flüsterleise

Flüsterleise hauchen die Erinnerungen ins Ohr.
Schwebend krauchen holde Träume
aus verschwiegenen Stunden empor.
Durch die halbgeschlossenen Augenlider
sickern Bilder in die Netzhaut ein.

Ungesungene Lieder
klingen durch die matten Fenster
in die kalten Räume herein.
Schwarzblau hüllt das Rabengefieder
in den nächtlich dunklen Mantel ein.

Stumm steht die Vergangenheit
in der Zimmerecke,
bald wird auch die Zukunft
schon gewesen sein.

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