12.09.2015 | Perle des Tages: 9 Stufen Konflikteskalationsmodell nach Friedrich Glasl

Am 11. und 12.09.2015 konnte ich an einem Seminar „konstruktiv streiten lernen“ bei Frau Sandra Fanroth teilnehmen. Ein Kernpunkt war für mich ein besserer Zugang zum Erkennen von Konfliktdynamik, vielen Dank, Frau Fanroth. Agentur für Weltrettung

Um ein besseres Verständnis für die destruktive Entwicklung von Konflikten zu gewinnen, bietet das 9 Stufen Konflikteskalationsmodell von Friedrich Glasl einen guten Ansatz.

Eskalation und Deeskalation – noch nie war Konfliktforschung so wertvoll und notwendig, wie heute:

Die Dramatik, die in der „9 Stufen Konflikteskalation“sanalyse nach Friedrich Glasl aufgedeckt wird, ist, dass innerhalb der Dynamik der ersten 4 Stufen (bis zu Stufe 4 –  der Bildung von Koalitionen – „soziale Ansteckung“ / es werden Verbündete gesucht und ins Boot geholt) die Energie für Empathie für den/die andere/n verloren geht und ein Ausstieg aus dem Konflikt nur noch schwer möglich wird, denn die Möglichkeit zur Einfühlung ist die Voraussetzung dazu. Es findet eine Entmenschlichung statt, der andere/die andere wird entwertet – dumm, krank, unfähig. Der Ausstieg wird schwierig bis unmöglich, weil ein Gesichtsverlust ab diesem Punkt befürchtet wird und eine Umkehr (ohne Eingriff von aussen und auch dann) nur noch schwer möglich ist.

Dieses Modell läßt sich sowohl im privaten, wie im öffentlichen Bereich in Konfliktsituationen anwenden. Erschreckend ist auch, dass der Anlass nichtig sein kann und allein Kopfkino am Anfang auf einer Seite genügt, so einen Prozess in Gang zu setzen. Dass heisst, es genügt eine Person (die einen Konflikt nicht anspricht oder sich auf innere Gedankenwege zurückzieht), um die Lawine bis zur gegenseitigen Zerstörung in Gang zu setzen. Zum Beispiel im Büro – Warum grüßt H. mich plötzlich nicht mehr? (In Wirklichkeit ist H. in Trauer, weil H. einen Verlust erlitten hat).

Ein Einstieg: https://de.wikipedia.org/wiki/Konflikteskalation_nach_Friedrich_Glasl

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