116 | Dunkle Lieder

Aus meiner Kehle murmeln die dunklen Lieder.
Sie sinken herab, wie fallendes Laub.
Ich trage Gewänder aus schwarzblauem Rabengefieder.
Tränen perlen in den Staub.

Ich wohne in einem alten rauhgeputzten Haus.
In jedem November regnet die Erinnerung nieder.
Sie legt sich wie fahle Asche auf das Haupt.
In Nebelschleiern erstehen stets die Bilder wieder.

Was nicht zu denken war,
es ist geschehen
Und voller Zorn und Trauer
gedenke ich der Menschen,
die einst auch gingen
in diesen Strassen
und Hoffnung hatten.

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