115 | Wege

Auf verschlungenen Wegen
bist Du unterwegs.
Du kennst kein Heim,
nicht einen Rastplatz.

Dich hält kein Ort.
Kein Ziel hast Du bestimmt.
Es zieht Dich fort,
Es sorgt
Dich nicht,
was man Dir nimmt.

Fragt man Dich,
was morgen sei,
schweigst Du dazu.
Die Welt ist Dir
absurder Schein.
Sie zeigt sich Dir
in hehrem Anspruch
und tatsächlich rohem Tun.

Wo Du jetzt bist?
Das ist für mich bloß Spekulation.
Uns beide führt unsere Reise
in ganz verschiedene Richtungen.

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