114 | Illusions perdu

Sitze da und fröstel im grauen, zerschossenen November. Keine Liebe, kein Gott, kein Mutterland. Nackte Erde bloß, kein spriessendes Blattwerk spendet Trost. Die Lichter der vergangenen Träume, sie leuchteten so herzerwärmend honiggolden.

Einst hatten die Malocherinnen, wenigstens Klasse. Komm’ salzige Luft des Novembersturms am Meeresstrand, wasche meine Wunden rein. Schimmere bleicher Mond. Erhelle die dunklen Schatten.

Mein Reichtum ist die Bitterkeit der Willkür. – Nein!
Werde die Glut im Ofen schüren und alle Fremdheit vernichten. Wer bist Du? Erzähle Dein Los. Tritt heran. Sag, was Dich plagt. Was hast Du zu berichten?

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