109 | Oktober

Vor dem Fenster tragen die Linden goldenes Laub.
Ein neuer Mitbewohner erobert das Haus.
Schlafe gemütlich den Rausch vom Federweissen aus.
Verweile im Bett
bis abends um sechs.

Kuschle – muß ich dann doch hinaus –
mich in meinen Herbstmantel ein.
Sehe auf Balkonien die Blätter
vom rotgefärbten Wein.

Die possierlichen Spatzen
flattern vor den Scheiben herbei.
Sie treiben ihre Scherze.
Ihnen ist das Wetter,
ob Sonne, ob Regen,
ganz einerlei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*