108 | In der Stille

Wir kleideten uns in die Seide meiner Locken,

und verbargen so unsere Nacktheit vor anderer Leute Blicken.

Wir sahen hinab bis auf den Grund des anderen Aug’s

und schufen so die Zeit, uns aus der Zeit zu entrücken.



Dein frohes Lachen hallt 

noch in die Stille.

Seit Du verschwandst,

geh ich nicht mehr gern hinaus ins Helle.



Die Stunden mit Dir waren 

des Lebens reine Fülle.
Um die Erinnerungen dran zu bewahren,

warte ich auf des Herbstes Regenkühle.

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