105 – Schleier

Tonnenschwer lastet der Schatten
Auf Brust und Magen.
Schleier legen sich vor die Augen.
Schorf bedeckt die Ohren.

Rissig und spröde dürsten die Lippen.
Fahrig bürsten Finger die Strähnen.
Strauchelnd die Beine gehen.
Am Ende des Weges nur dämmriger Schein zu sehen.

Verblichen die Blätter.
Trübe die Lichter.
Verblasst der Sommer.
Keine Romanze hebt Herzen höher.

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