01 | Januar

Die Passanten ziehen die Köpfe in die Kragen.
Die längste Zeit des Tages herrscht Dunkelheit.
Ein kalter Hauch aus Ost weht durch die Strassen.
Auf den Fersen folgen die Schatten der Vergangenheit.

Das neue Jahr startet langsam.
Es ist erst ein paar Tage alt
und beim Spazieren
wird die Nasenspitze feucht und kalt.

Um Glanz, Licht und Träume einzufangen
kann man auf brilliante Monitore starren,
die millionenfache Farbexpositionen starten.
Trotzdem wiegt der Klang des Schweigens
in der Finsternis um vieles mehr
und ein jeder trägt daran
unaussprechlich schwer.

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