Sabine Rahe


Wer, wie ich, zur Welt kommt,
meint im Zweifel, er sei doch verloren,
dabei vergisst er für den Augenblick,
dazu ist er ja nicht geboren.

So ging’s auch mir, doch oft genug
hielt ich es auch für Glück.
Zu Recht wurde es mir einerlei,
dass dieses auch zu schmieden sei.

Ob Glück, ob Trauer, meist ist das nur
von kurzer Dauer, 
so wie auch manche warmen Sommerschauer.
Wer meint dies sei ja Scheitern,
versteht nicht viel von Lebensleitern.

Wer meint das Leben selbst, das sei nicht viel,
versteht nicht viel vom Lebensziel.
In alle Richtungen gesucht habe ich 
nach treuen Begleitern und wußte nicht,
die treuesten erinnern Dich an Dich als treuesten Begleiter.

So hangele ich mich nun im Leben fort
und hoffe, so auch ihr und weiss gewiss
an keinem Ort bin ich lieber, als hier mit
mir und Dir,
wer Du auch immer seist, der liest mein Wort,
betrübt oder heiter, verwirrt, geklärt,
verliebt und so weiter.