03.06.2016 | Erinnerungsperle – 34 Jahre Führerschein

Der Professor sagt – „Sokrates hat ganz schön genervt.“
– Das erscheint sehr wahrscheinlich und deckt sich mit meiner Analyse…
Delphi sagt – „γνῶθι σεαυτόν“

https://www.youtube.com/watch?v=GgWWBou1IbEmemories

„Beautiful Minds – Das Dreigestirn Platon (Sokrates) und Aristoteles – dann in der Weiterentwicklung – vermitteln im Kern am wenigsten – was gedacht werden soll und in der Substanz mehr: Technik der Lehre und des Erkennens/Schliessens und ihrer Methoden. Aber selbstverständlich stimmt das, was Du sagst, Uwe – Sokrates hat ganz schön genervt – (da sind wir jetzt schon drei mir bekannte Personen, die das so deuten) aber nicht jeden. So ist das Beispiel im Menon, in dem er den Sklaven zum „richtigen“ Schliessen hinführt, ein ganz anderes, als seine Charakterschulungen zum Beispiel Alkibiades gegenüber… Diesem Anspruch ist Aristoteles in gewisser Weise ausgewichen – er formuliert dies eher als Anspruch zum Selbstanspruch – wer sich für die Hedone und gegen die Selbsterziehung zur Tugend entscheidet, an den verschwendet er nicht viel pädagogischen Aufwand (jedenfalls nicht direkt ;)), dafür ist es – soweit ich bisher mich damit auseinandergesetzt habe, fantastisch zu sehen, wie er selbst anwendet, was er erläutert.
Ich denke, zu obiger Frage würde er sagen, es kommt auf den Gegenstand an der untersucht werden soll, wieweit Grundlegendes als wahr oder falsch vorausgesetzt werden muß, um fruchtbar zu untersuchen. Sonst geht es ins Unendliche. Er hält daher auch keine Wissenschaft für überflüssig, sondern nimmt für sie eine Hierarchisierung vor. So erscheint mir in Bezug auf obigen impliziten Wunsch, schematische „Denkmuster“ zu erschüttern, um überhaupt das Denken aus zu lösen sich, ebenfalls am Gegenstand und der Situation, in der dieser untersucht wird / gehandelt werden soll, zu finden und zwar von den Klugen in der richtigen (zielführenden) Weise – darin war Platons Sokrates offensichtlich fast ein Genie, mir scheint aber Aristoteles überwindet das Märtyrertum des Sokrates mit seinem Verweis auf die Klugheit (Prohairesis) am Ende der Nikomachischen Ethik, die, habe ich mir sagen lassen, etwas anderes ist, als die Erkenntnis des Allgemeinen, sondern diese Erkenntnis wieder am Einzelfall anwenden kann / zur klugen Handlung führt. – „Weises Erwägen“ heisst das wohl in meiner anderen Schule.
– ps. – das kann natürlich auch Zufall sein, denn erhalten ist ja nur ca. 1/5 der aristotelischen Schriften und davon auch nur ein Teil der sogenannten „esoterischen Schriften“, die für die Lehre an fortgeschrittene Studenten gedacht waren.“
Copies?
„Stealing? Knowing roots, link to them, understand them, honor them, make your own interpretation and you will go a step forward – there is nothing more original than yourself, but you’re always connected in a symbiotic way to everything, so everything could be an inspiration. You decide how to handle it. Everyone is cooking with water. – sorry, only my comment for the weekend…“

07.05.16 | Berliner Post: 8-10.000 Menschen im Herzen Berlins unterwegs, um für die Verfassungsrechte, gegen Nazis und Nationalismus einzutreten.

Zur Erklärung: Ich identifiziere mich mit der säkularen Ethik, wie sie im Grundgesetz formuliert ist – und die unter anderem auch garantiert, was oder ob geglaubt wird (Ausnahme Sekten, die diese Verfassung angreifen). Hier kristallisiert sich insbesondere in Artikel 1 GG die Lehre, die unsere Verfassungseltern bzw. Grosseltern aus der Geschichte gezogen haben und zwar unveränderlich und über unsere nationalen Grenzen hinaus gültig, als das Prinzip – unter dem sich unsere Gesellschaft in jeder Weise – also Politik, Exekutive und Legislative – konstituieren soll – die Würde des Menschen ist unantastbar. Erst ab diesem Zeitpunkt verbinden wir uns mit dem Geist der französischen Revolution – die ebenfalls säkular formulierte: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ und im Unterschied zu den Entwicklungen in Deutschland, nicht „völkisch“ ihren eigenen Nationsmythos begründete, sondern auf ethischen Werten.

Leider entstanden die völkischen Ideen bereits in der Mitte des 19. Jhdt. in Deutschland, die Selbstidentifikation begründete sich aus einer Rasseideologie, die religiös-ideologisch verankert werden sollte und zwar in einer Konstruktion, in der ein sogenannter „Kulturkampf“ eröffnet wurde, der sich gegen Katholizismus genauso wandte, wie gegen jede Form des „Internationalismus“… So sollte das Vielvölker- und Vielglaubensgebilde unter einer Ideologie versammelt werden, die den Herrschaftsanspruch nicht gefährdete.

Die Nazis nutzten diese Ideologie weiter und entfernten schliesslich jeden „christlichen“ Bezug, um eine fröhlich zusammengemixte und zynische Staatsreligion zu etablieren. Ein guter Teil dieser Geschichte bezogen auf die völkisch-christlichen Religionsideen (Uwe Puschner) ist bis heute kaum bekannt und wartet zu einem guten Teil noch auf Aufarbeitung. Nach dem Krieg wurden noch weiter Theologen über Jahre in diesem Sinne ausgebildet und zwar sogar in einem Ost-West-Austausch.

Ähnlich, wie die AFD heute argumentiert, wurde also eine homogene Kultur als „Leitkultur“ postuliert, die es weder in dieser Homogenität gab, noch ein demokratisches Bekenntnis war, sondern eben dieser, die Berechtigung absprach. In der Phase bevor die Demokratie abgewählt wurde, vertrat die deutsche Wirtschaftspolitik ähnlich wie heute, einen „Austeritätskurs“, der die innergesellschaftliche Konflikte verschärfte, sowie die internationalen Spannungen… Nachher war man es nicht selbst, sondern Adolf Hitler gewesen.

 


07.05.2016 | Erinnerungsperle – „Keijken“? Dokumentation zu einem Schriftwechsel mit Wolfgang Thierse über die Frage „soziale Integration“

Frühjahr – 2016 bin mit Babies unterwegs und bin schwer erholungsbedürftig. Sie bringen ihre Urteile und Vorurteile aus ihren Ländern mit. Ist in „Deutschland die Bezeichnung „Weiber“ eigentlich das Gleiche, wie „Nigger“ in den USA?“ „In New York ist die Bezeichnung Kijken ein Schimpfwort für Juden, die keine Position beziehen und nur zugucken.“

Rückblick Februar 2006 – Berlin diskutiert die Zwangsverpflichtung auf Schulhöfen konsequent deutsch zu sprechen, auch für Menschen mit anderen Fähigkeiten. Herr Wolfgang Thierse, Berliner und zu der Zeit Bundestagspräsident, schliesst sich der Forderung an. Ich bin sauer, da ich das Problem anderswo verorte und auch weiss, dass in der Republik auf den Schulhöfen zum Beispiel Mundart gepflegt wird. Daher schreibe ich Herrn Thierse an und weise ihn daraufhin, dass sogar eines der wirtschaftlich stärksten Bundesländer Werbung damit macht, dass sie alles könnten – ausser Hochdeutsch.

Nachfolgend dokumentiere ich den Teil unseres Austausches, der erhalten geblieben ist – wer einwenden möchte, die schlechte wirtschaftliche Situation in Berlin, läge an dem niedrigen Steueraufkommen, dem möchte ich raten Mal in die Geschichte des Berliner Bankenskandals zu schauen, an der wir immer noch abtragen.
(Kleine Anmerkung an den Situationen in den Schulen in Berlin hat sich seither wenig zum Besseren geändert, die meisten Reformierungen dienen in erster Linie dem Geldsparen. Für die Dauerbaustelle BBI ist allerdings offensichtlich genug Geld da.)

04.05.16 | Feministische Ökonomie? Jein.

Heute in der SZ: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/feministische-oekonomie-maenner-wirtschaft-1.2971611
IMGP4547

Feministische Ökonomie? Jein – wir müssen die künstliche Trennung, die unser Arbeitsbegriff beinhaltet und zwar in reproduktive und produktive Arbeit in unseren Köpfen und unserer Realität wieder einfangen, damit öffnen wir allen gesellschaftlich Beteiligten den Weg zu wirklicher Emanzipation.

Mein Standpunkt: Das hat zwei Aspekte mit denen ich mich kürzlich auseinandergesetzt habe, zum einen, dass Frauen auch wenn sie vergüteter Arbeit nachgehen, nie die gleichen Chancen, wie die Männer haben: http://www.die-dorettes.de/dorettes/19-03-2016-divina-et-impera-oder-die-muetter-sind-sowieso-immer-schuld/
Zum anderen die künstliche Aufspaltung von Arbeit in produktive und reproduktive Arbeit: „Frage: Bei einem Spaziergang erläuterte mir einst eine Freundin mit einem ironischen Lächeln Folgendes: „Dies ist der Unterschied zwischen reproduktiver (Anmerkung: In unserem Bewußtsein meist Arbeit, die von Frauen – zusätzlich – verrichtet wird) und produktiver Arbeit.“ Nachdem ich nun über diese Theorie gut zwanzig Jahre nachgedacht habe, stelle ich fest: „Das ist Quatsch.“ Die Bedeutung von „Arbeit“ läßt sich nicht aufspalten, letztlich ist sie immer reproduktiv – es sei denn wir erzeugen Probleme, die wir dann durch Arbeit lösen müssen. Und das ist gemeint mit: „Erst denken (eine spezifische Form der Arbeit), dann Handeln oder wer es nicht im Kopf hat, hat es in den Beinen.“ Beziehungsweise: „Wer keine Arbeit hat, macht sich welche.“

Menschliche Arbeit dient aber in direkter oder indirekter Weise immer der Reproduktion und wenn es die Reproduktion günstiger Lebensumstände zum Lebenserhalt ist… Jede Form komplexerer Arbeitsprozesse läßt sich wieder auf diesen Zweck herunterbrechen, selbst wenn dies nicht mehr offensichtlich erscheint… http://www.die-dorettes.de/dor…/08-08-2015-perlen-des-tages/

01.05.2016 – Feiertag

Proletarier: „Klasse und ihre Definition besteht nach Marx im „doppelt freien Arbeiter“ – frei von Produktionsmitteln, die ihm ermöglichten sich selbst zu versorgen und frei, ihren einzigen Besitz, sich selbst bzw. genauer ihre Arbeitskraft zu verkaufen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Proletariat

Empfehlungen:
http://www.hochschulsekretaerin.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_des_Deutschen_Metallarbeiterverbandes

10.04.2016 | Try to get rid of Ego? (Stichwort: Gewalt, Gier und Neid), Wuwei, Taiji, Kunst und andere krause Gedanken

Our body is a very precious instrument.
The body is not the music itself. سیمین
your_body_is_your intrument

Enjoy someone practice with a handicap || – Fächerform, practice with a fan

Die Fähigkeit eines Ich-Bewußtseins ist die Vorrausetzung für ein Du-Bewußtsein
Sehr häufig lese ich, das „ich“ sei eine Illusion. Das ist in dieser Verkürzung eine Entstellung des „Konzeptes der Leere“ in den östlichen Philosophie-Traditionen, wie sie im Buddhismus und im Daoismus zu finden sind. Menschliches „Ich“ existiert sehr wohl – verstanden als Kontinuant in einem Entwicklungsprozess mit zeitlicher Begrenzung. Es bildet das Tor zu einem „Du“-Bewußtsein. Aus dieser Perspektive betrachtet, könnte ein sehr „hungriges“ Ego, die Anlage zu einer sehr mitfühlenden, verbundenen Persönlichkeit zu wachsen, in sich bergen.
„So nennt Rosenberg jede Form von Gewalt einen tragischen Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses.“ – also in diesem Fall dann – unerfüllte Bedürfnisse des „Ichs“ führen zu einem „needy Ego“. Um zum „Du“ zu gelangen, ist die Voraussetzung nicht, das „needy Ego“ zu verdammen oder zu verleugnen, sondern die wirklichen „Needs“ zu erfüllen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation

Principle of „Wuwei“ (Daoistic term) shown by a dog
Note: When I saw this video for the first time, I remembered that once someone said. Don’t allow a dog carry a bough as thick and heavy as this, it’s dangerous – it could hurt the dog.