Wie mich das gewinnorientierte Gesundheitssystem fast mein Leben kostete und ich dadurch zur Besetzerin wurde

Wenn ich an die zurückliegenden zwei Jahre meines Lebens denke, fällt es mir noch immer schwer, meine Gedanken dazu zu ordnen. Mit voller Wucht habe ich erfahren, was es bedeutet, Vertrauen in ein Gesundheitssystem zu setzen, das gewinnorientiert organisiert ist. Letztlich hat es mich nicht nur beinahe mein Leben, tatsächlich meine Familie und fast mein komplettes bisheriges soziales Umfeld gekostet. Die Folgen trage ich persönlich, ohne dass ich eine Möglichkeit sehe, eine Wiedergutmachung für den Schaden zu erhalten, den ich erlitten habe – ich muß froh sein, dass ich trotzdem noch lebe. In meinen Augen ist das eine direkte Folge einer Politik, die sich mit utilitaristischen Prinzipien als „ethischem“ Handlungsrahmen zufrieden gibt und damit Gewissen abschafft.
Ich schreibe dies zur Warnung und in der Hoffnung, dass viele erkennen, dass ihnen, was mir passiert ist, jederzeit selbst so oder so ähnlich passieren kann, wenn sie nicht mit dafür sorgen, dass in der Politik etwas anders läuft und die Gesundheit von Menschen in „unserem“ Gesundheitsystem nicht von Fehlsteuerungen abhängen darf, die dadurch entstehen, dass irgendetwas operiert wird, nur um Kasse zu machen.
Ich habe überlebt, aber ich zahle einen hohen Preis. Das wovon ich hier berichte, ist der einzige Stachel, den ich habe, um mich zu wehren und selbst, wenn ich nichts ändern werde, habe ich andere gewarnt.
Ich bin im Leben treu, so auch mit Ärzten. Mein Hausarzt hat mir, als ich so um die vierzig war, geholfen herauszufinden, dass die Bauchschmerzen, die mich in meinem Leben immer wieder plagten, auf eine Darmausstülpung zurückführen liess, die sich immer wieder entzündete. Das kann man sich so vorstellen, wie einen weiteren Blinddarm, der sich entzündet hat. Bei mir war das eine Laune der Natur und der Endokrinologe, der das diagnostiziert hat, gab mir einige Tipps, was ich bei einer akuten Entzündung tun sollte und als Perspektive auf den Weg, dass ich doch vielleicht irgendwann operiert werden müsse. Im Laufe der Jahre hatte ich immer mal wieder Beschwerden, die ich in akuten Phasen auffing indem ich eine Weile nur Suppen zu mir nahm. Meist traten die Entzündungen nach längerem Sitzen auf, zum Beispiel nach langen Autofahrten. Im Sommer 2014 hatte ich einen entzündeten Zeckenbiss, ein Fall bei dem es angezeigt war Antibiotika zu nehmen. Darauf reagierte ich aber mit heftigen Bauchschmerzen und Erbrechen, irgendwie blendete ich den Zusammenhang zu dem Divertikel aus. Mir war auch nicht klar, dass die wiederholten Entzündungen ernste Folgen hatten. In den folgenden Monaten hatte ich öfter Bauchgrummeln, aber ich hielt das für eine Folge nicht ganz regelmäßigen Essens. Etwa vier Monate später hatte ich wieder heftige Bauchschmerzen, aber mehr im Oberbauch. Ich begann mich dauerzuerbrechen und ging zum Hausarzt. Da ich Schmerzen im Leber-Galle-Bereich hatte, verschrieb er mir eine ambulante MRT-Untersuchung vergaß aber sie mit einer Blutuntersuchung vorzubereiten.
Schließlich mußte ich die Notaufnahme eines Feld-Wald-und-Wiesen-Krankenhauses aufsuchen mit dem ich in anderem Zusammenhang gute Erfahrungen gemacht habe.
Ich hatte grosse Schmerzen im gesamten Bauchraum, war ausgetrocknet, gleichzeitig war mein Bauch angeschwollen und ich hatte seit Tagen nichts mehr bei mir behalten können und war von den durchwachten Nächten reichlich übermüdet. In der Notaufnahme wies ich auch auf das Divertikel hin. Eine junge Ärztin machte einen Ultraschall von der Galle und der Leber, wo die Schmerzen lokalisiert war.

Man behielt mich da, um mir die Gallenblase herauszunehmen. Zuvor wurde auch noch ein weiterer Ultarschall gemacht, auch von dem Bereich in dem das Divertikel war. Der Arzt gab die Auskunft, er könne nichts erkennen, da sei zuviel Luft. Die Pflegerinnen guckten wütend. Ich war irritiert, war aber voll Vertrauen, was blieb mir auch übrig.
Nach der erfolgten OP und der Versorgung mit Flüssigkeit über einen Tropf fühlte ich mich besser (ich war ja zugedröhnt), doch ich kotzte weiter. In Panik bat ich die leitende Chirurgin zu kommen und wies sie auf meinen weiter schlechten Zustand und den weiter angeschwollenen Bauchraum hin. Sie ging mich harsch an, ich könne alles essen. Ich sagte mir daraufhin, das Erbrechen sei vermutlich eine Folge der OP. Auf dem Flur traf ich die Ärztin, die operiert hatte, ich bedankte mich, sie murmelte: „Wenn es das denn war. Sie hatten nur etwas Gries in der Gallenblase.“ Ich war noch nicht alarmiert, stutzte aber doch. Man dröhnte mich weiter zu und wollte mich schnell wieder loswerden. Doch ich war so geschwächt, dass ich nicht mehr klar denken konnte und davonlief, statt mich regulär entlassen zu lassen. Ich irrte im im Regen im Winter durch die Strassen unserer Stadt, bevor ich nach hause ging. Dort kam ich völlig erschöpft an, doch meine Familie brachte mich in meinem unterzuckerten Zustand weiter krank zurück in dasselbe Krankenhaus – in die geschlossene Psychiatrie.
Über die schrecklichen nächsten drei Wochen in denen ich sehr wenig Aussenkontakt und spärlich Besuch hatte, will ich hier nicht schreiben. Die hygienischen Umstände waren katastrophal und ich war ja weiter erkrankt, doch meine Bitte dem nachzugehen, dass ich nicht auf die Toilette konnte, folgte die Gabe eines Abführmittels. Das war kontraindiziert, wie ich inzwischen weiss, denn ich hatte einen Darmverschluß. Direkt danach hatte ich allerdings kurz Durchfall, bevor ich überhaupt keinen Stuhlgang hatte. Da auf der Station der Norovirus aufgetreten war, wurde behauptete bei mir bestünde nun Verdacht auf Noro. Ich wurde isoliert und war immer noch eingesperrt. Ich mußte erst die Zwangszeit hinter mich bringen, um gegen ärztlichen Rat zu gehen. Als ich zu einer Untersuchung abgeholt wurde, machte ich mir Hoffnungen, dass jetzt meinen Bauchbeschwerden auf den Grund gegangen würde. Doch die giftige Chirurgin begutachtete lediglich, ob die Narben sich entzündet hatten und sagte, ich sei gesund. Der Pfleger, der mich vor die Tür begleitete, als ich endlich gehen konnte, sagte: „Ich würde auch gehen.“

Doch ich war immer noch nicht gesund. Wieder Schmerzen – ich nahm ja keine Medikamente mehr, die das unterdrückten. Zwei weitere Male ging ich zu meinem Hausarzt, bis er, nachem er meinen Bauch untersucht hatte, blass um die Nase wurde und mich wieder ins gleiche Krankenhaus schicken wollte, die hätten vielleicht einen Fehler gemacht und ich müßte da noch mal hin. Diesmal kam ich in ein anderes Krankenhaus, weil ich mich weigerte. Dort fand man schnell heraus, dass es ein Darmverschluß war. Mir wurde ein faustgrosses Narbengewebe entfernt – wäre ich damals vom Endokrinologen über diese Gefahr aufgeklärt worden, hätte ich besser für mich sorgen können – und ich wachte nach der Not-OP auf der Intensivstation auf – mit einer riesigen Narbe und einem künstlichen Darmausgang. Nach kurzer Zeit wurde ich entlassen.

Meinen Geburtstag feierte ich fiebrig mit ein paar Bekannten und meiner Familie und ging früh ins Bett. Da ich einen Vertrag abgeschlossen hatte und mir Sorgen machte, wie ich meine Rechnungen bezahlen sollte, ging ich schon bald wieder arbeiten, doch ich war überfordert und erschöpft. Dass ich einen Anspruch auf eine Rehabilitationskur hätte, darüber wurde ich erst von meiner Schwiegermutter aufgeklärt. Ich sprach einen niedergelassenene Arzt darauf an, doch befand dieser, dass ich sie erst bekommen solle, wenn der künstliche Darmausgang zurückverlegt worden sei.

Ich versuchte dann alles auf einmal, gesund zu werden, Kraft zu schöpfen und Geld zu verdienen und den Gewichtsverlust von 20 Kilo auszugleichen. Das habe ich nicht gepackt und plötzlich war niemand mehr da, der mich unterstützte. Ich klappte wieder zusammen. In der Aufnahme liess mich ein Arzt, einen Arztbrief einsehen in dem stand, dass bei meiner Entlassung aus dem ersten Krankenhaus gewußt wurde, dass ich einen Darmverschluß zu dem Zeitpunkt hatte. Mich hat man damals nicht darüber aufgeklärt. Da stand „Divertikulitis – nicht perforiert“. Das legt den Schluß – zusammen mit den merkwürdigen Andeutungen dort – nahe, dass ich unnötig operiert worden war, und man um das zu vertuschen mit meinem Leben gespielt hat.

Jetzt ist nichts mehr so, wie es war. Ich lebe noch, aber meine Wohnung mußte ich besetzen, als meine Beziehung unter der Belastung zerbrach. Es wurde mir nichts geschenkt. Von den meisten Bekannten habe ich nie wieder gehört und mir ist klar, dass es nicht möglich ist, das alles ungeschehen zu machen oder das Unrecht wieder gut zu machen. Möglich ist so eine Geschichte nur vor dem Hintergrund, dass das Gesundheitsystem an Gewinnen orientiert ist. So wie mir eine Bekannte, die in einem Krankenhaus arbeitet, sagte, ja, das sei so – sie erlebe immer wieder, dass der Sterbeprozess bei alten, gebrechlichen Leuten durch Gerätemedizin unterbrochen würde, weil wirtschaftliche Interessen – auch von Verwandten dagegen stünden.

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, um meine Geschichte zu lesen. Wenn Ihr im Gesundheitssystem arbeitet oder auch ganz normale Leute seid – bitte handelt nach Eurem Gewissen, klärt auf und tretet für eine Gesellschaft ein in der Daseinsvorsorge nicht gewinnorientiert funktioniert – Ihr könntet selbst auch einmal davon betroffen sein.

Dankeschön,
Eure Sabine, ein Mensch unter Milliarden nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

10.11.2016 | Die Illusion des Normalen

Die Tyrannei der Normalität lebt von der grossen Illusion der ewigen Weiterexistenz des Normalen und der Flüchtigkeit des Aussergewöhnlichen, dabei wird es wohl eher umgekehrt sein, denn das Normale ereignet sich nicht. Es ist nur der Hintergrund für das Eigentliche. Im Grunde existiert das Normale nicht, denn es hat keine Substanz. Die Frage nach der Ewigkeit stellt sich erst im Angesicht der Unwiederholbarkeit eines Menschen und wer da genauer hinsieht, kann die Aussergewöhnlichkeit eines jeden Menschen gewahren. Dann kommen in hellen Momenten, sogar hinter dem Schleier der wohlanständigen Normalität all der Normopathen, die längst vergessenen lebendigen Farben zum Vorschein und an diese einmaligen Färbungen erinnert man sich, wenn man sich an Menschen erinnert.
Prof. Dr. Manfred Lütz, Psychiater und Philosoph, Irre wir behandeln die Falschen

01.11.2016 | Freude schöner Götterfunken. Perlen.

Mein Herz kann man nicht brechen, dazu habe ich zu viel Verstand.
Besser, danke Cordula B.:
Mein Herz kann nicht gebrochen werden, dazu habe ich genug Verstand.

Heirlooms from my mom. She made the owl-figure by makramee, this was inspired by some gifts of my aunt Barbara – her sister …

https://de.wikipedia.org/wiki/Makramee

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Eins der Lieblingsrezitate meiner Mama selig. Ich habe noch Ihr vergnügtes Quieken vor Augen – besser – im Ohr, wenn sie es mal wieder vortrug:
Der Eber, der ist missgestimmt,
weil seine Kinder Ferkel sind.
Nicht nur seine Frau, die Sau alleine,
nein, die ganze Verwandschaft – alles Schweine.

Wahre Worte, einem hamburger Schullehrbuch der 70er Jahre entnommen…

30.09.2016 | 40 Jahre Kult von „Nordsee ist Mordsee“ zu „Tschick“

Ich habe gehört, der Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf würde im Deutschunterricht gelesen. Als ich heute aus dem Kino kam beschäftigte mich, ob es Zufall sein kann, dass ich an den Film „Nordsee ist Mordsee“ denken mußte, in dem Uwe Bohm, der den abgebrühten, brutalen Vater des Hauptprotagonisten Maik in „Tschick“ spielt, seine erste grosse Rolle in einem ähnlichen Alter und mit einigen Verwebungen zum Stoff 1976 als Sohn verkörperte – Regie damals Hark Bohm. Für uns Kult. Na klar – im Spiegel war man schon drauf gekommen und offensichtlich hat die Familie Bohm tatsächlich mit Grund mitgewirkt. So klappen verschiedene Ebenen im Film für Besucher meiner Generation um. Das Ergebnis ist toll. Auch, weil im Film selbst bis zuletzt ein Zweifel bleibt, ob nicht alles die Fantasie Maiks ist… Ich hoffe, ich habe nicht zuviel verraten – reingehen – nicht nur die Story, auch die Bilder, die Farben und der Soundtrack sind fein.

Dieses Zitat aus einem Spiegel Artikel finde ich ganz interessant, denn es kennzeichnet ein Wenig den Gedanken, den ich bezogen auf meinen eigenen Lebensweg hatte, als ich aus dem Film kam und den ich in der geschickten Besetzung Uwe Bohms als Vater provoziert fand – „Wolfgang Herrndorf war bereits todkrank, als er das Buch schrieb, und die Nähe des Todes ist in Form einer existenziellen Verdichtung zwischen den Zeilen spürbar. In seinem Roman öffnet er den Raum für eine Welt des Sommers und der Freiheit. „Projekt Regression: Wie ich gern gelebte hätte“, schrieb er dazu in „Arbeit und Struktur“.“
http://www.spiegel.de/kultur/kino/tschick-verfilmung-fatih-akins-perfekter-roadmovie-a-1110512.html
Manchmal stellt man fest, dass man im Handumdrehen in einem Erwachsenenalbtraum aufwacht – weil man seine Helden veraten hat oder weil man sich veraten fühlt.

11.06.2016 | words to the weekend from your foolosopher

Isn’t it sad? So many people around the age of 50 call theirselfs boys or girls, try to start new with the next oportunity at the next oportunity – again and again and over again. The’re having the habits of runaways and give you tipps, how to find brandnew friends on the market and create yourself someone new – „more attractive (– to them?)“. They’ld love to picture theirselfs as leftbehindtheoddbooringunglamerouslifeandfriends – searching in the wrong direction over and over again. How often? I’m sick of people as Aristotle called them. I prefer personalities much more – this are couraged persons facing their own responsibilties, searching wisdom and love. They care for them who care for them and that’s the decision of honesty. If they face a hint in their heart to face you, they try hard to fix it. It makes me deeply sad, that there are grownups in the age of this, which don’t understand that honour is not a matter to be honoured but taking the lessons of life to hold the line – comes rain, comes shine. Please don’t disturb me anymore – if you’ll promise enough, you’ll find enough claquere everywhere and if you can’t forgive yourself, there will be someonelse in the catalogue of oportunities, who will do this for you – so why worry – absolutly everything is ok. Feel free to stay into your prison, go and order pizza if you’re hungry.

I’ve lost my patience to someone like this, this is a matter of selfrespect if you recognise that you’re not respected. In my garden there is no place for week grownups anymore – persons of bad taste and stoned hearts.
The funny thing is – if they’ll look back once, they will not find you there anymore because you’re miles away in front of them.

I once had been tested (aged 11) – there had been two answers and I was pushed to take one of it –
1. I never lie
2. I allways lie

What do you think I did?
What would you have done?

The answer is a sign of a strong character.

Shalom, Salam, Peace

seeigel
I found this wonderful piece upside down on a parkingplace at an island in my beloved baltic sea. It’s a stoned animal ἐχῖνος that lived around 70 Billion years ago. In comparison – oldest human fossils are dated 200.000 years old.

The evening before

 
My Granny from my mothers side taught me that song at the age of four, when we made a summervisit at the place, where this side of family comes from. I think that had been the day, when she allowed me to take of my close shoes and walk barefoot on the wet asphalt and I found my first thunderbolt… She also was the person, who showed me Venus as the first star before dark night rise at the sky of the northern hemisphere. Since then I’m orientated night and day…
 
I really don’t know, what I will feel or think tomorrow, but today I think, if grownups – calling theirselfs friends or family – turn away and show their backside, when you’re in deep trouble, because they are not able to handle an interruption of their plans and they don’t even feel contrition but blame you after you companied them with good thoughts and patience for nearly a lifetime – let them go, they’ll not even miss you, because at that moment, they cut their memories and you’ll not have the ability to give it back to them. It’s their own decision. They have no meaning what friendship or family means.
 
From now on, I know, who are my friends and who is family and I really hope I’ll remember this – this are human beings who knows, what a lifetime work means. They don’t hit you like their dogs for the fears they feel.
 
So I say: If – art is beautiful, but does much work – love is the most elaborated form of art and work and the only way to find deep success, some of us need more than one lifetime to understand this. It’s not not a matter of finding it in someonelse but inside yourself and if you don’t have the strength to face yourself, you’ll never find it and after a while you’ll check out the next options, but exactly then you should work on it. The masterpiece of life is love. To whom, which understood this – carry your porcelain carefully. <3 <3 <3
Karla Valentina
 
For the other ones – go and find your personality in an ashtray. Good luck in the path of awakening, hope, you might will not hit too hard.
 
Teach your children well:
 
1. Strophe
Es regnet, es regnet, die Erde wird nass!
Und wenn’s genug geregnet hat, dann wächst auch wieder Gras!
 
2. Strophe
Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf!
Und wenn’s genug geregnet hat, dann hört’s auch wieder auf!
 
3. Strophe
Es regnet, es regnet, was kümmert uns das!
Wir sitzen im Trocknen, und werden nicht nass!
 
 

03.06.2016 | Erinnerungsperle – 34 Jahre Führerschein

Der Professor sagt – „Sokrates hat ganz schön genervt.“
– Das erscheint sehr wahrscheinlich und deckt sich mit meiner Analyse…
Delphi sagt – „γνῶθι σεαυτόν“

https://www.youtube.com/watch?v=GgWWBou1IbEmemories

„Beautiful Minds – Das Dreigestirn Platon (Sokrates) und Aristoteles – dann in der Weiterentwicklung – vermitteln im Kern am wenigsten – was gedacht werden soll und in der Substanz mehr: Technik der Lehre und des Erkennens/Schliessens und ihrer Methoden. Aber selbstverständlich stimmt das, was Du sagst, Uwe – Sokrates hat ganz schön genervt – (da sind wir jetzt schon drei mir bekannte Personen, die das so deuten) aber nicht jeden. So ist das Beispiel im Menon, in dem er den Sklaven zum „richtigen“ Schliessen hinführt, ein ganz anderes, als seine Charakterschulungen zum Beispiel Alkibiades gegenüber… Diesem Anspruch ist Aristoteles in gewisser Weise ausgewichen – er formuliert dies eher als Anspruch zum Selbstanspruch – wer sich für die Hedone und gegen die Selbsterziehung zur Tugend entscheidet, an den verschwendet er nicht viel pädagogischen Aufwand (jedenfalls nicht direkt ;)), dafür ist es – soweit ich bisher mich damit auseinandergesetzt habe, fantastisch zu sehen, wie er selbst anwendet, was er erläutert.
Ich denke, zu obiger Frage würde er sagen, es kommt auf den Gegenstand an der untersucht werden soll, wieweit Grundlegendes als wahr oder falsch vorausgesetzt werden muß, um fruchtbar zu untersuchen. Sonst geht es ins Unendliche. Er hält daher auch keine Wissenschaft für überflüssig, sondern nimmt für sie eine Hierarchisierung vor. So erscheint mir in Bezug auf obigen impliziten Wunsch, schematische „Denkmuster“ zu erschüttern, um überhaupt das Denken aus zu lösen sich, ebenfalls am Gegenstand und der Situation, in der dieser untersucht wird / gehandelt werden soll, zu finden und zwar von den Klugen in der richtigen (zielführenden) Weise – darin war Platons Sokrates offensichtlich fast ein Genie, mir scheint aber Aristoteles überwindet das Märtyrertum des Sokrates mit seinem Verweis auf die Klugheit (Prohairesis) am Ende der Nikomachischen Ethik, die, habe ich mir sagen lassen, etwas anderes ist, als die Erkenntnis des Allgemeinen, sondern diese Erkenntnis wieder am Einzelfall anwenden kann / zur klugen Handlung führt. – „Weises Erwägen“ heisst das wohl in meiner anderen Schule.
– ps. – das kann natürlich auch Zufall sein, denn erhalten ist ja nur ca. 1/5 der aristotelischen Schriften und davon auch nur ein Teil der sogenannten „esoterischen Schriften“, die für die Lehre an fortgeschrittene Studenten gedacht waren.“
Copies?
„Stealing? Knowing roots, link to them, understand them, honor them, make your own interpretation and you will go a step forward – there is nothing more original than yourself, but you’re always connected in a symbiotic way to everything, so everything could be an inspiration. You decide how to handle it. Everyone is cooking with water. – sorry, only my comment for the weekend…“